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10 Dinge, die nur Menschen mit chronischen Schmerzen verstehen




Chronische Schmerzen beeinträchtigen das Leben vieler Menschen. In Deutschland leiden laut Studien etwa 17% der Bevölkerung an chronischen Schmerzen. Konkret bedeutet das, dass etwa 14 Millionen Menschen davon betroffen sind. Die Krankheit ist in diesem Fall der Schmerz. Das Ganze spielt sich nicht nur im Kopf ab, denn der Schmerz ist überall und nicht immer gibt es eine befriedigende Erklärung dafür. 

Doch der Schmerz ist natürlich real und ist nicht so leicht zu beseitigen. Ein paar Schmerztabletten reichen nicht aus um den Schmerz loszuwerden. Oftmals sind die Schmerzsyndrome zudem noch schwer therapierbar und der Schmerz hab sich verselbstständigt. Es handelt sich in vielen Fällen um Kopf- oder Rückenschmerzen, sowie Nervenschmerzen. Die meisten Menschen haben gelernt damit zu leben. Hier kommen 16 Dinge, von denen sich Betroffene oft wünschten, dass du sie wüsstest.

1. Wir machen aus einer Mücke keinen Elefanten

Denkst du, du könntest den Schmerz nachvollziehen und verstehen was Betroffene fühlen? Wenn du denkst, du hast den gleichen Schmerz, dann multipliziere deine Empfindung mit 10, erst dann kannst du es nachempfinden. Ich weiß nicht wie mitfühlend du bist, aber Studien haben ergeben, dass Menschen dazu tendieren, den Schmerz anderer zu unterschätzen. Der Schmerz ist unsichtbar, aber dennoch immer präsent. Es soll niemand ermahnt werden, dennoch möchte ich darauf hinweisen, dass Schmerzen und der gesamte körperliche Zustand von Menschen mit chronischen Schmerzen, durchaus ernst genommen werden sollte.

2. Wir müssen unsere Energie gut einteilen

Wir verfügen über eine begrenzte Anzahl an Energien, die wir täglich benutzen können. Metaphorisch sind damit Dinge wie aufstehen, anziehen, duschen, Auto fahren, laufen, ans Telefon gehen, gemeint. Jede dieser Aktionen benötigt einen Teil, der so kostbaren Energie über die Patienten mit chronischen Schmerzen nur begrenzt verfügen können. An guten Tagen bleiben abends noch ein paar Löffel Energie über, sodass noch etwas für unterhaltsame Dinge und Freizeitgestaltung übrig bleibt. An schlechten Tagen hingegen ist der Akku bereits mittags aufgebraucht. Wenn Schmerzpatienten also ihre Termine verschieben oder auchmal absagen, dann hat das in den meisten Fällen nichts mit böser Absicht zu tun. Ganz im Gegenteil. Häufig würden sie gern viel mehr unternehmen, werden aber von ihrem körperlichen Zustand daran gehindert und dafür solltest du Verständnis aufbringen.

 

3. Wir ringen darum, einen guten Arzt zu finden

Leider ist es so, dass es vielen Menschen im Gesundheitssektor an Wissen zum Thema Schmerzbehandlung mangelt. In seltensten Fällen wir das Thema Schmerztherapie und Schmerzmanagement ausführlich im Studium oder der Ausbildung behandelt. Häufig besuchen Schmerzpatienten eine lange Reihe an Medizinern, ganz ohne Erfolg. Das gleiche Problem besteht mit Krankenschwestern. Eine gute Krankenschwester zu finden, die Schmerzpatienten wirklich versteht und weiß, wie man die Schmerzen lindert, ist wirklich sehr schwer. Es gibt allerdings glücklicherweise einige Schulen und Universitäten, die sich auf genau dieses Training für Krankenschwestern spezialisiert haben. Es hört sich verrückt an, aber in einigen Fällen muss man dann eben ein Stück weit reisen, um die bestmögliche Betreuung zu erhalten.

 

4. Wir sind nicht faul

Du erinnerst dich an den Absatz mit der begrenzten Energie, von der ich berichtet habe? An diesen Punkt möchte in anknüpfen, denn Schmerzpatienten brauchen für weniger Aktivitäten einfach viel mehr Energie, sodass das Verhältnis einfach ein anderes ist, als bei Menschen ohne Schmerzen.

5. Wir versuchen gut auszusehen

Viele Menschen sagen Dinge wie: “Aber du siehst doch gar nicht krank aus.” Ganz genau, denn warum sollten Menschen mit Schmerzen nicht genau so bemüht sein, schön und normal auszusehen wie jeder andere? Auch an schlechten Tagen, an denen der Körper förmlich explodiert vor Schmerzen, versuchen Betroffene ein möglichst normales Leben zu führen und den Alltag normal zu gestalten.

 

6. Wir ignorieren dich nicht

Es gibt Zeiten, in denen der Schmerz einen großen Teil unseres Gehirns beschäftigt, sodass es schwer fällt, sich auf andere Dinge zu konzentrieren. Man sollte in diesem Fall verständnisvoll mit den Betroffenen umgehen!

 


7. Wir wissen, dass die Krankheit nicht weggehen wird

Der Schmerz ist einfach immer da und man kann nicht vor ihm fliehen. Natürlich versuchen alle Menschen mit chronischen Schmerzen diese loszuwerden und Lösungen zu finden, vergeblich. Es ist einfach immer da und wenn es eine Lösung geben würde, dann würden die Menschen sie auch nutzen!

 

8. Wir sind keine Drogensüchtigen

Eigentlich ist es etwas traurig, dass man diesen Punkt überhaupt erwähnen muss. Aber Schmerzpatienten haben oftmals das Gefühl sich rechtfertigen zu müssen. Sie wollen keine Drogen, sie wollen einfach nur, dass der Schmerz weggeht. Medizinisches Marijuana ist zum Beispiel eine Droge, die gegen Schmerzen helfen kann. Diese wird allerdings nicht aus Spaß konsumiert, sondern schlicht und einfach zur Schmerzlinderung. Tabletten genauso.

 

9. Wir wissen nicht immer mit dem Schmerz umzugehen

Nur weil der Schmerz seit Jahren da ist, heißt das nicht, dass der Umgang damit einfach ist oder sich eine Gewohnheit eingestellt hat. Es gibt bessere und schlechtere Tage und nicht immer kann man die Schmerzen beeinflussen, an manchen Tagen müssen sie einfach ertragen werden.

 

10. Wir schätzen dich und alles was du für uns tust


Du darfst niemals vergessen, dass Betroffene dich schätzen und ihnen auch bewusst ist, was du alles für sie tust! Menschen mit chronischen Schmerzen haben genau so ein Herz wie jeder andere, fühlen Dankbarkeit und freuen sich, wenn sie geliebt werden!
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